Jan

28

2010

Mobiles Internet entwickelt sich

Abgelegt in Mobile Web

Zwei technologische Revolutionen haben in den letzten 10 bis 15 Jahren eine ganz besondere Entwicklung hinter sich. Es ist zum einem das Internet und zum anderem der Mobilfunk. Mit dem mobilen Internet verschmelzen beide Technologiezweige miteinander.

Vor nicht all zu langer Zeit war die einzige Form von Internet die man auch unterwegs genießen konnte der WAP-Standard. Internet via WAP war und ist allerdings eine etwas unbefriedigende Technologie. Die Features und Möglichkeiten sind doch sehr beschränkt und alles in allem kann man, wenn man über WAP spricht, auch den Begriff “Internet lite” verwenden.


Inzwischen ist aber auch mobiles Internet genauso zu gebrauchen wie Internet auf dem heimischen Desktop-PC. Handys und im Besonderen moderne Smartphones sind ebenso wie PCs in der Lage Internetseiten qualitativ hochwertig darzustellen. Selbst Features wie Java oder Flash werden unterstützt. Von daher ist man inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem man das WWW ebenso von unterwegs genießen kann wie von zu Hause.

Doch die Entwicklung geht weiter. Zukünftiger und teilweise auch schon aktueller Anspruch ist es, das mobile Internet dem Stationären sogar überlegen zu machen! Ansätze dafür sind Vernetzung zwischen Handyfunktionen und sozialen Netzwerken, direktes Versenden von Fotos oder Videoaufnahmen an Freunde von unterwegs oder gar visionäre Vorhaben wie die “erweiterte Realität”, die jüngst vom Handyriesen Nokia als Konzept präsentiert wurde.

Hinter diesem zunächst etwas rätselhaft erscheinenden Begriff versteckt sich nichts weiter als die Perfektion im Punkto Vernetzung sowie die Nutzung von Synergien durch Internetdienste und Möglichkeiten moderner Smartphones. Um das Ganze etwas zu verdeutlichen ein kleines Beispiel:

Heutige und vor allem zukünftige Handys verfügen über Kameras. Man richte diese auf eine andere Person aus. Eine in dem Smartphone integrierte Applikation erkennt dass sich bei “dem Objekt” um eine Person handelt und ermittelt deren wichtigsten Gesichtsdaten. Diese werden an einen Onlinedienst geschickt bei dem sich die entsprechende Person natürlich freiwillig registriert haben muss (Datenschutz!). Der Name, die Kennung bzw. die OpenID der Person wird zurückgeliefert und kann von dem Smartphone genutzt werden um jetzt zum Beispiel Soziale Netze wie Facebook, StudiVZ oder Twitter anzusprechen. Hier sammelt sich die Handy-Applikation nun Daten zur Person die vor einem steht zusammen und erstellt eine Art Report. Dieser kann dann entweder auf dem Mobiltelefon angezeigt werden oder gar per Beamer (ebenfalls eine Zukunftsvision) neben die Person projiziert werden. Die Realität wird so defakto erweitert und mit zusätzlichen Informationen versehen.

Ähnliches wäre zum Beispiel auch mit Gebäuden oder Sehenswürdigkeiten denkbar. Hier müsste dann eben ein anderer Dienst wie zum Beispiel die Enzyklopädie Wikipedia abgefragt werden um den “Steckbrief” oder “Report” zu erzeugen.

Die erweiterte Realität ist nur eines von vielen Beispielen wohin sich das mobile Internet in Zukunft weiter entwickeln könnte.

Ähnliche Beiträge:

Einen Kommentar dazu schreiben: